IMPLACEMENT

 

Für Gesundheits- und Sozialberufe

 

Die Unternehmen im Bereich der Sozialeinrichtungen sind an unterschiedlichsten Standorten in ganz OÖ vertreten und bieten hoch spezialisierte Betreuungs- Förderungs- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit unterschiedlichsten psychischen und körperlichen Erkrankungen, psychosozialen Problemstellungen sowie Leistungsminderungen.

Die Bedarfsentwicklung der Sozial- und Betreuungsberufe kann aufgrund der bisherigen Projektabwicklung im Bereich der Implacementstiftung als „Herausforderung der Zukunft“ unserer Gesellschaft angesehen werden. Im Pflegebereich wird nun bereits seit vielen Jahren das sehr erfolgreiche Instrument der Implacementstiftung eingesetzt. Unsere bestehenden sowie künftigen Kooperationspartner_innen können derzeit aufgrund der fehlenden Qualifikationen am Arbeitsmarkt, dem entsprechenden Auftrag der Gesellschaft in den Bereichen Pflege, Betreuung und Beratung nicht nachkommen.

Entsprechend den Bedürfnissen der Rat- und Arbeitsuchenden und der bestehenden Kooperationspartner werden in Absprache mit allen Betroffenen, unter Einbindung des AMS OÖ Ausbildungskonzepte erstellt, die die individuellen Qualifizierungsschritte gemäß den betrieblichen Erfordernissen darstellen.

Für die individuelle Qualifizierung von Stiftungsteilnehmer_innen werden nach der Erstellung eines Ausbildungsplanes in Absprache mit dem AMS OÖ, den Unternehmen und den Arbeitsuchenden, Kurse von anerkannten Schulungs- und Ausbildungsunternehmen organisiert.

Welche Ausbildungen gibt es?
  • Fach- SozialbetreuerIn Behindertenarbeit, Ausbildungsdauer 4 Ausbildungssemester, gem. Gesundheits- u. Krankenpflegegesetz
  • Fach- SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung, Ausbildungsdauer 4 Ausbildungssemester, gem. OÖ Sozialberufegesetz
  • Diplom- SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung, Ausbildungsdauer 6 (2) Ausbildungssemester, gem. OÖ Sozialberufegesetz
  • Diplom- SozialbetreuerIn Behindertenarbeit, Ausbildungsdauer 6 (4) Ausbildungssemester, gem. Gesundheits- u. Krankenpflegegesetz
  • Ergänzungsmodule zu den o.a. Ausbildungen 2 Ausbildungssemester
  • Fach- SozialbetreuerIn Altenarbeit, Ausbildungsdauer 4 Ausbildungssemester, gem. gesundheits- u. Krankenpflegegesetz
  • Sozialpädagogische und psychosoziale Fachbetreuung, Ausbildungsdauer 4 Ausbildungssemester
  • Diplom SozialpädagogIn, Ausbildungsdauer 4 (6) Ausbildungssemester
  • Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger_in (6) Ausbildungssemester, gem. Gesundheits- u. Krankenpflegegesetz
Zielgruppe
  • Sie sind arbeitssuchend und  beim Arbeitsmarktservice Oberösterreich gemeldet
  • Sie waren in den letzten 12 Monate nicht im Ausbildungsunternehmen beschäftigt
  • Sie sind an einer qualitativ hochwertigen und maßgeschneiderten Ausbildung interessiert
Wie ist der Stiftungsablauf?
  • Bedarfsorientierte Zusammenführung von Arbeitssuchenden/Unternehmen
  • Koordination AMS, Teilnehmer_innen, Unternehmen und  Stiftungsträger
  • Erstellung eines Bildungsplans durch die Stiftung, gemeinsam mit dem Unternehmen,  der/die Teilnehmer_in und dem AMS OÖ
  • Parallel laufende Ausbildung mit Praxis im Unternehmen
  • Positiver Ausbildungsabschluß und Übernahme in ein fixes Dienstverhältnis
Finanzierung
  • Sie erhalten als Teilnehmer_in ein Schulungsarbeitslosengeld vom AMS OÖ sowie ein Stiftungsstipendium (zur Zeit € 200,-)
  • Vorteil für das Unternehmen: Unternehmensbeitrag an die Stiftung, keine Gehaltskosten
  • Das Land OÖ finanziert bis zu 100 % der Ausbildungskosten

Vorteile für den/die Teilnehmer_in
  • Hohe Chance auf ein fixes Dienstverhältnis
  • Maximale Qualifikation in der Stiftungszeit
  • Stiftungsbetreuung während der geamten Laufzeit durch ibis acam
  • Übernahme durch das Ausbildungsunternehmen
Vorteile für das Unternehmen
  • Fach-/Firmenspezifisch ausgebildetes Personal
  • Keine Gehaltskosten während der Stiftungszeit
  • Das Land OÖ finanziert bis zu 100% der Ausbildungskosten
  • Zukünftiges Personal kann im Betrieb über Praktika qualifiziert werden
  • Enge Zusammenarbeit und Begleitung durch den Stiftungsträger bei Problemen während der gesamten Laufzeit

IMPLACEMENT stellt für Unternehmen und Arbeitssuchende eine überaus interessante, qualitativ hochwertige und innovative Lösung dar. Wir freuen uns schon jetzt auf eine gelungene Zusammenarbeit mit Ihnen und sind jederzeit gerne für ein Gespräch bereit.

AUSBILDUNGEN UND BERUFSBILDER

 

BERUFSBILD Fach- und Diplom- Sozialbetreuer_in für Altenarbeit (Altenpflege, Altenfachbetreuer_in)

_i_ierufsbeschreibung

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Altenarbeit sind Fachkräfte im Bereich der Altenbetreuung und unterstützen hilfsbedürftige, gebrechliche ältere Menschen. Das tun sie zum Beispiel bei der Körperpflege, beim Essen und beim Anziehen. Zu ihren Aufgaben zählt auch das Betten und Lagern bettlägriger Patient_innen. Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen betreuen ihre Klient_innen und stehen ebenso im Kontakt zu ihren Angehörigen. Sie arbeiten in Alten- und Pflegeheimen bzw. in den Wohnungen der Menschen, die sie betreuen. Häufig sind sie Teil eines Teams, das aus Pflegebediensteten (z. B. Pflegehilfe, Kranken- und Gesundheitspflegepersonal, Physiotherapeut_iInnen) und Ärzt_innen besteht.

 

Arbeits- und Tätigkeitsbereiche

Ziel der Altenpflege ist es, ältere hilfsbedürftige Menschen optimale zu versorgen und zu betreuen. Dabei fördern Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen dieörperlichen und geistigen Fähigkeiten ihrer Klient_innen, damit diese auch bei Krankheit oder anderen Beeinträchtigungen ihren Lebensabend selbstständig und aktiv gestalten können. Die Altenflege folgt einem ganzheitlichen Konzept. Das heißt, dass die Tätigkeit sowohl die Gesundheits- und Krankenpflege als auch die psychosoziale Betreuung umfasst.

Fach- oder Diplom-Sozialbetreuer_innen mit Spezialisierung auf Altenarbeit arbeiten in den Bereichen:

  • Gesundheitswesen (Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken)
  • Sozialwesen (Altenheime, Pflegeheime, Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen etc.)
  • Mobile Pflege (d. h. sie pflegen die Menschen in deren Privathaushalten)

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen betreuen alte Menschen in deren eigener Wohnung, in Spitälern oder in Pflege- bzw. Pensionistenheimen. Sie bemühen sich um Kontakte zu Nachbarn, Angehörigen und anderen Hilfspersonen. Bei der Pflege in der eigenen Wohnung übernehmen sie erforderlichenfalls auch Haushaltsaufgaben, wie Bettenmachen oder Einkaufen. Sie bereiten auch einfache Mahlzeiten zu und helfen ihren Klient_innen bei der Essenseinnahme. Diese Tätigkeiten werden in der Regel allerdings von Heimhilfen oder Personenbetreuer_innen übernommen.

In Krankenhäusern, Pflege- und Pensionistenheimen sind sie eng in den Stationsbetrieb eingebunden und der/dem Stationspfleger_in unterstellt. Auf der  Station führen sie verschiedene pflegerische Tätigkeiten durch. Sie lagern und betten die PatientInnen, animieren sie zu Freizeitaktivitäten, helfen ihnen bei der Körperpflege (Waschen, Hautpflege, Rasur, Haar- und Nagelpflege usw.) und der Intimtoilette (Versorgen mit Leibschüssel bzw. Harnflasche). Bei allen Tätigkeiten sind Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen bemüht, eine gute Kommunikations- und Vertrauensbasis zu den betreuten Menschen zu schaffen.

Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit, Humor und gleichzeitig hohe physische und psychische Belastbarkeit sind in diesen Berufen wichtige persönliche Eigenschaften.

Die wichtigsten Tätigkeiten auf einen Blick

Medizinisch-pflegerischer Bereich:

  • ältere Menschen bei der Körperpflege und beim Essen unterstützen
  • gesundheitliche und psychische Veränderungen beobachten und gegebenenfalls den Arzt/die Ärztin darüber informieren
  • ärztliche Verordnungen wie Verbandwechsel, Spülungen, Verabreichen von Medikamenten ausführen
  • Gesundheitsvorsorge und -beratung durchführen
  • KlientInnen bei Bewegungs- und Atemübungen anleiten

Sozial-pflegerischer Bereich:

  • ältere Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten betreuen und beraten, Krisenintervention, Kommunikation fördern
  • in schwierigen Lebenssituationen beraten
  • bei der Erhaltung selbstständiger Lebensführung unterstützen
  • zur Freizeitgestaltung anleiten, soziale Kontakte fördern
  • Feiern und Ausflüge organisieren
  • bei Behördengängen und Arztbesuchen begleiten
BERUFSBILD Fach- Sozialbetreuer_in Behindertenarbeit (BA) / Behindertenbgleitung (BB)

 

 

Andere Bezeichnung(en): Dipl. Sozialbetreuer_in für Behindertenarbeit, Heilpädagogischer_in, Behindertenpädagog_in

Andere Bezeichnung(en): Dipl. Sozialbetreuer_in für Behindertenbegleitung, Heilpädagogische Fachbetreuer_in, Behindertenbegleiter_in

 

 

Berufsbeschreibung

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenarbeit (BA) arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen, die aufgrund geistiger, emotionaler oder körperlicher Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind. Die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen begleiten und unterstützen, fördern und pflegen diese Menschen.
Sie sind in Einrichtungen der Behindertenhilfe tätig und arbeiten eng mit Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenbegleitung (BB) sowie mit anderen Fachkräften des Gesundheits- und Sozialwesens (z. B. mit Ärzt_innen, Sozialpädagog_innen, Psycholog_innen) zusammen.

Arbeits- und Tätigkeitsbereiche

Die Heilpädagogik stellt eine Verbindung von medizinischen, pädagogischen, psychologischen und sozialen Methoden und Praktiken dar. Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenarbeit (BA) wenden diese Methoden in ihrer Arbeit an und werden deshalb mitunter auch als heilpädagogische Fachbetreuer_innen bezeichnet. Sie unterstützen behinderte Menschen bei der Bewältigung des Alltags. Ihre Aufgabe ist es, die Entwicklung behinderter Menschen zu fördern, ihre Selbstständigkeit zu stärken und ihre Einbindung in das gesellschaftliche Leben bestmöglich zu gestalten. Dabei berücksichtigen die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen die Art und den Schweregrad der Behinderung. Sie betreuen Menschen mit Behinderungen auch in sogenannten „integrativen Betrieben“, um sie auf das berufliche Leben vorzubereiten und in die Gesellschaft zu integrieren, oder auch in Wohngemeinschaften, um das Alltagsleben zu fördern und zu unterstützen.

Je nach Art und Schwere der Behinderungen wenden sie unterschiedliche Übungsbehandlungen und Therapien an (z. B. gestalterisches Arbeiten wie Malen und Zeichnen, Bewegungsübungen, Tanz, Musik).

Die Unterscheidung in Fach-Sozialbetreuer_in und Diplom-Sozialbetreuer_in ergibt sich aus dem Ausbildungsumfang und den damit verbundenen Tätigkeitsumfang.

 

Die wichtigsten Tätigkeiten auf einen Blick

  • vorliegende Probleme und Störungen mithilfe ausgewählter psychodiagnostischer und motodiagnostischer (Analyse des motorischen Entwicklungsstands) Verfahren erkennen und beobachten
  • sich mit den sozialen und persönlichen Problemen der Behinderten befassen
  • die betroffenen Personen und deren Angehörige oder sonstige Bezugspersonen entsprechend der vorliegenden Lebensbedingungen anleiten, beraten und ihnen helfen
  • abgestimmte heilpädagogische Übungsbehandlungen erstellen und durchführen (z. B. mit Hilfe von Spielen, Bewegung oder des künstlerischen Ausdrucks)
  • pflegerische Aktivitäten durchführen
  • Erziehungs- und Förderaufgaben wahrnehmen

 

AUSBILDUNG

Fach- Sozialbetreuer_in Behindertenbegleitung (BB) 

Berufsbeschreibung

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_inen für Behindertenbegleitung (BB)  arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen, die aufgrund geistiger, emotionaler oder körperlicher Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind. Die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenbegleitung sind vor allem dafür zuständig, diese Menschen bei Wegen und Geschäften des täglichen Lebens zu begleiten, zum Beispiel vom Wohnort (Heim) zur Schule oder zum Ausbildungs-/Arbeitsplatz. Weiters erledigen sie mit ihnen Amtswege und Einkäufe und dergleichen mehr.

Sie sind in Einrichtungen der Behindertenhilfe tätig und arbeiten eng mit Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenarbeit (BA) sowie mit anderen Fachkräften des Gesundheits- und Sozialwesens (z. B. mit Ärzt_innen, Sozialpädagog_innen, Psycholog_innen) zusammen.

 

Arbeits- und Tätigkeitsbereiche

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenbegleitung (BB) unterstützen behinderte Menschen bei der Bewältigung des Alltags. Insbesondere sind sie dafür zuständig, diese Menschen auf allen Wegen und Erledigungen außerhalb ihres Wohnortes zu begleiten. Sie stellen sicher, dass ihre Klient_innen sicher und pünktlich zu ihren Terminen und Verpflichtungen erscheinen (z. B. Schule, Arbeitsplatz), sie holen sie von der Schule oder vom Arbeitsplatz ab und bringen sie sicher nach Hause. Sie planen die Zeiten und Routen dieser Wege und besorgen die entsprechenden Fahrscheine (falls im öffentlichen Verkehr unterwegs). Weiters erledigen sie mit ihren Klient_innen Amtswege und Einkäufe und gestalten Freizeitaktivitäten wie Park- und Museumsbesuche und dergleichen mehr.

Die Aufgabe der BehindertenbegleiterInnen ist es, die Selbstständigkeit behinderter Menschen zu stärken und ihre Einbindung in das soziale Leben und Umfeld bestmöglich zu gestalten. Dabei berücksichtigen sie die Art und Schwere der Behinderung. Sie begleiten Menschen mit Behinderungen auch in sogenannten „integrativen Betrieben“, um sie auf das berufliche Leben vorzubereiten und in die Gesellschaft zu integrieren, sowie in Wohngemeinschaften und Heimen. Dabei arbeiten die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenbegleitung eng mit den Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen für Behindertenarbeit zusammen.

Je nach Art und Schwere der Behinderungen wenden sie unterschiedliche Übungsbehandlungen und Therapien an (z. B. gestalterisches Arbeiten wie Malen und Zeichnen, Bewegungsübungen, Tanz, Musik).

Die Unterscheidung in Fach-Sozialbetreuer_in und Diplom-Sozialbetreuer_in ergibt sich aus dem Ausbildungsumfang und den damit verbundenen Tätigkeitsumfang.

 

Die wichtigsten Tätigkeiten auf einen Blick

  • Menschen mit Behinderung vom Wohnort zum Ausbildungs- oder Arbeitsplatz begleiten, von dort wieder abholen und sicher nach Hause bringen
  • sichere und pünktliche Begleitung sicherstellen; Route planen und auswählen, Fahrscheine besorgen
  • mit den KlientInnen Amtswege und Einkäufe erledigen
  • Freizeitaktivitäten wie Park- und Museumsbesuche, Ausflüge in die Natur etc. organisieren und durchführen
  • die KlientInnen und deren Angehörige und Bezugspersonen entsprechend der vorliegenden Lebensbedingungen anleiten, beraten und begleiten
  • pflegerische Aktivitäten durchführen
  • Erziehungs- und Förderaufgaben wahrnehmen
  • Dokumentationen, Arbeitsprotokolle, Termin- und Zeitpläne führen
BERUFSBILD Fach-Sozialbetreuer_in / Diplom-Sozialbetreuer_in (Sozialhelfer_in, Sozialbetreuer_in)

 

Berufsbeschreibung 

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen (kurz: Sozialbetreuer_innen) betreuen, begleiten, beraten und pflegen Menschen, die aufgrund ihrer schwierigen Lebenslage auf Unterstützung angewiesen sind. Das können sowohl alte Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychisch kranke Menschen sein als auch Familien in kritischen Lebenssituationen. Dabei unterstützen und entlasten sie die Menschen in vielen Bereichen, wie z. B. bei der Körperpflege, der Haushaltsführung oder bei Rechtsfragen. Sozialbetreuer_innen arbeiten eigenverantwortlich, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

 

Arbeits- und Tätigkeitsbereiche 

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_innen haben die Möglichkeit sich auf verschiedene Bereiche zu spezialisieren: die Altenarbeit (siehe auch Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_in für Altenarbeit), die Familienarbeit (siehe auch Diplom-Sozialbetreuer_in für Familienarbeit), die Behindertenarbeit (siehe auch Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_in für Behindertenarbeit (BA) bzw. Fach- und Diplom-Sozialbetreuer_in für Behindertenbegleitung (BB)) und die Heimhilfe (siehe auch Heimhelfer_in). Die Tätigkeiten von Sozialbetreuer_innen (Sozialhelfer_innen) umfassen die Begleitung, Betreuung und Pflege von Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer psychischen Erkrankung, einer Behinderung, einer Suchterkrankung oder schwierigen sozialen Umständen auf Hilfe angewiesen sind. Sie unterstützen die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung, wie z. B. zu Hause, in Pflege- und Wohneinrichtungen, in Tagesbetreuungseinrichtungen, Arbeitseinrichtungen, Schulen und Kindergärten. Sie achten bei ihrer Arbeit auf die Erhaltung der Gesundheit ihrer Klient_innen, bieten allgemeine Hilfestellung an, sind dabei aber auch auf die Förderung der Eigenständigkeit bei der Bewältigung der jeweiligen Probleme bedacht.

SozialbetreuerInnen unterstützen Menschen bei der täglichen Körperpflege, beim An- und Auskleiden, bei der Haar-, Nagel- und Fußpflege oder beim Gebrauch von Gehhilfen. Sie begleiten sie zum Arzt / zur Ärztin, bei Behördengängen, bei Einkäufen oder auf Spaziergängen. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Kleider- und Wäschepflege, die Zubereitung von Mahlzeiten, die Hilfestellung beim Essen und hauswirtschaftliche Tätigkeiten, wie das Aufräumen nach Beendigung der Mahlzeiten, das Reinigen der Küche sowie die Raumpflege. Diplomierte SozialbetreuerInnen übernehmen darüber hinaus auch organisatorische Aufgaben wie z. B. die Entwicklung von Konzepten zur Gestaltung der Betreuungsarbeit.

Für die Ausübung der Tätigkeit als Diplom-Sozialbetreuer_in ist ein Mindestalter von 20 Jahren erforderlich. 

 

Die wichtigsten Tätigkeiten auf einen Blick

 

  • bei der Erfüllung der täglichen Bedürfnisse helfen (Körperpflege, An- und Auskleiden, Essen, Trinken, Toilettengang)
  • beim Betten und Lagern der KlientIn mithelfen
  • bei der  Prophylaxe (=Vorbeugung) von Zweiterkrankungen mithelfen
  • Unterstützung und Förderung von Bewegungsabläufen
  • Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen
  • bei der Beobachtung und Dokumentation des Gesundheitszustandes mithelfen
  • bei der Durchführung einfacher ärztlicher Verordnungen mithelfen
  • Verpflegung bereitstellen und bei der Nahrungsaufnahme helfen
  • hauswirtschaftliche Tätigkeiten (insbesondere für Sauberkeit und Ordnung in der unmittelbaren Umgebung sorgen)
  • Kleider und Wäsche und die Umgebung des/der Betreuten pflegen und sauber halten
  • Einkauf und diverse Erledigungen (z. B. einfacher Schriftverkehr, Behördengänge)
  • Gesprächsführung, Aktivierung, Förderung
  • Freizeitgestaltung, Beschäftigungsmaßnahmen
  • bei Besorgungen und Ärzt_innenbesuchen begleiten
  • organisatorische Aufgaben (z. B. die Entwicklung von neuen Betreuungskonzepten)
BERUFSBILD Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger_in

 

Berufsbeschreibung 

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger_innen pflegen und betreuen PatientInnen in Krankenhäusern, Ambulanzen, Hospizen und Pflegeheimen oder auch mobil zu hause. Sie wechseln Verbände, verabreichen auf ärztliche Anweisung Injektionen und Medikamente, sie waschen und lagern die Patient_innen und sind wichtige AnsprechpartnerInnen für die Angehörigen. Sie erklären die pflegerischen Maßnahmen und unterweisen Patient_innen und Angehörige über die weitere Betreuung zu Hause.

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger_innen arbeiten im Team mit Berufskolleg_innen sowie mit unterschiedlichsten Fachkräften aus dem medizinischen und sozialen Bereich (Ärzt_innen, Physiotherapeut_innen, Hebammen, Sanitäter_innen usw.). Sie haben engen Kontakt zu ihren Patient_innen und deren Angehörigen. 

 

Arbeits- und Tätigkeitsbereiche

Der Aufgabenbereich von Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger_innen umfasst die Pflege und Betreuung von Menschen aller Altersstufen bei körperlichen und psychischen Erkrankungen, die Pflege und Betreuung behinderter, schwerkranker und sterbender Menschen. Die Schaffung einer Umgebung, in der sich die Patient_innen körperlich und seelisch wohlfühlen, gehört zu den Schlüsselaufgaben von Pflegefachkräften. Außerdem unterstützen und assistieren sie Ärzt_innen  bei Behandlungen.

Neben ihrer Pflegetätigkeit sind Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger_innen auch mit Organisations- und Verwaltungsaufgaben betraut. Sie führen Datenbanken und Karteien, geben medizinische Daten in den Computer ein und erstellen Pflegeprotokolle mittels spezieller  Software. Sie kontrollieren den Arzneimittelbestand und bestellen Medikamente bei Apotheken oder Pharmafirmen.

Die Arbeit von Diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen unterliegt strikten Arbeits- und Hygienevorschriften. Sie tragen Schutzkleidung wie Einweghandschuhe, Schutzkittel und bei Bedarf auch Mundschutz. Nach jeder Anwendung reinigen sie die diversen medizinischen Geräte und Instrumente mit Desinfektionsmitteln und Sterilisatoren. In Gesetzen ist genau festgelegt, welche Aufgaben Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger_innen selbstständig und unter ärztlicher Aufsicht bzw. Anweisung ausführen dürfen. Für manche dieser Aufgaben sind Zusatzausbildungen erforderlich z. B. für Anästhesiepflege bzw. spezielle Ausbildungen wie z. B. in der Kinderkrankenpflege.

 

 Die wichtigsten Tätigkeiten auf einen Blick 

  • PatientInnen zu Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen begleiten oder befördern
  • auf ärztliche Anweisung z. B. Untersuchungen vorbereiten; Medikamente, Injektionen, Infusionen vorbereiten und verabreichen; Blut abnehmen; Katheter und Magensonden legen; im Mund- und Rachenraum absaugen; Nähte und Klammern entfernen; Gipsverbände anlegen, abnehmen und korrigieren
  • Venenkanülen, Katheter, Magensonden etc. pflegen und dokumentieren
  • Infusionsleitungen spülen und Infusionen abhängen
  • einfache labor-chemische Befunderhebungen durchführen
  • Fieber messen und Fieberkurven übertragen
  • Puls und Blutdruck messen
  • EKG schreiben
  • Patient_innen bei der Körperpflege, z. B. Waschen, Baden, Aufstehen, unterstützen und Hilfe leisten
  • Pflegepersonal und Hilfspersonal anweisen und koordinieren
  • Tätigkeiten im Bereich Organisation und Verwaltung durchführen, z. B. Arzneimittel lagern und bestellen, Datenbanken, Listen und Karteien führen, Pflegemaßnahmen und Genesungsverlauf dokumentieren
  • Patientlnnen und Angehörige auf die Entlassung aus dem Krankenhaus vorbereiten, z. B. bezüglich der weiteren Pflegemaßnahmen zu Hause beraten, Dokumente und Rezepte ausfertigen
  • Patient_innen und Angehöhrige über Krankheitsvorbeugung und Anwendung von gesundheitsfördernden Maßnahmen informieren
  • bei der Pflegeforschung mitwirken

 

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